Wie lange halten Hüft- & Knie-TEP? Wie findet man die richtige Klinik?
Prof. Dr. Perka gibt Tipps zu den häufigsten Fragen im Interview mit alley

Autor:innen: Julia Bitz, Gesundheitswissenschaftlerin und Christoph Holz, Gesundheitswissenschaftler

alley arbeitet mit einer Vielzahl von Expert:innen und Mediziner:innen zusammen. Für die Reihe „alley spricht mit…“ beantworten sie häufig gestellte Fragen. Ein Thema, das immer wieder aufkommt, ist die Haltbarkeit von Hüft- und Knieprothesen. Auch die Wahl der richtigen Klinik treibt Patient:innen um, bei denen eine Operation ansteht. Ausführliche Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Prof. Dr. Carsten Perka im Interview.

Prof. Dr. Carsten Perka ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und ärztlicher Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité in Berlin. Sein klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt ist unter anderem die Endoprothetik von Knie- und Hüftgelenk. Insgesamt führte er bereits über 10.000 Operationen durch, mehr als 6.000 davon waren endoprothetische Eingriffe.

Wie lange hält eine Hüft- oder Knie-TEP?

Im Entscheidungsprozess für eine Operation, spielt die Frage nach der Haltbarkeit künstlicher Hüft- und Kniegelenke häufig eine zentrale Rolle. Die Haltbarkeit der Prothese ist von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem von der Operationstechnik und vom Implantat.
Studien aus dem medizinischen Fachjournal „The Lancet“ zeigen, dass 82% der künstliche Kniegelenke nach 25 Jahren in der unverändert, in der eingesetzten Position sind. Bei künstlichen Hüftgelenken liegt dieser Anteil bei 58% nach 20 Jahren.
Im Interview zeigt sich Prof Dr. Perka optimistisch, dass diese Zahlen bei heute eingesetzten Gelenken noch höher liegen könnten und verweist auf Zahlen des Endoprothesenregisters Deutschland.
Denn die Materialeigenschaften sind über die Jahre immer besser geworden. Vor diesem Hintergrund sei die Haltbarkeit einer Knie- oder Hüft-TEP in seltenen Fällen ein kritischer Faktor.

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Die Haltbarkeit der Prothese kann von Patient:innen beeinflusst werden. Aktivität ist der Weg zum Erfolg.

"" Prof. Carsten Perka

Eine große Rolle für die Haltbarkeit spielt auch der Umgang mit einem künstlichen Gelenk. Prof. Dr. Perka empfiehlt Patient:innen möglichst aktiv zu sein und die Prothese im täglichen Leben zu benutzen. Denn eine kräftige Muskulatur fördert die Stabilität Ihres Implantats. Die Haltbarkeit der Prothese kann so bewusst beeinflusst werden.

Im Interview erklärt Prof. Dr. Perka, welche Sportarten bei einer Hüft- oder Knie-TEP besonders empfehlenswert sind und wie man sich am besten verhält, wenn man das Gefühl hat, dass etwas mit der Prothese nicht stimmt.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass durch den Start des Videos Daten an YouTube übermittelt werden.

Die richtige Klinik finden

werden, stellt sich häufig die Frage, welche Klinik hierfür die richtige ist.
Im Interview nennt Prof. Dr. Perka vier Faktoren, die bei der Auswahl der Klinik unterstützen können:

  • Die Klinik unterzieht sich einem Qualitätsvergleich, beispielweise durch die Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland.
  • Die Klinik verfügt über Zertifikate.
  • Wie häufig die Operationen durchgeführt werden, die sogenannten Fallzahlen. Denn, was häufiger gemacht wird, hat mit höherer Wahrscheinlichkeit eine gute Qualität.
  • Verschiedene Zeitschriften bieten Bestenlisten an.

Bei der Auswahl der Klinik sollte überprüft werden, ob mehrere dieser Punkte zutreffen. Diese Informationen einzuholen, ist nicht immer ganz einfach, das weiß auch Prof. Dr. Perka. Er rät daher, ergänzend oder alternativ behandelnde Ärzt:innen oder Physiotherapeut:innen um Rat zu fragen.

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Die Ärztin, der Arzt oder – aus meiner Erfahrung – die Physiotherapeut:innen sind extrem gute Hinweisgeber. Weil keiner sonst so viel mit operierten Patient:innen zu tun hat.

"" Prof. Carsten Perka

Im Video geht Prof. Dr. Perka darauf ein, wie die richtigen Informationen gefunden werden, warum eine Zweitmeinung wertvoll sein kann und wo diese am besten eingeholt werden sollte:

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