Case Study: Gemeinschaftskrankenhaus Bonn

Das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn zählt zu den mehrfach ausgezeichneten Qualitätsführern im Bereich Gynäkologische Chirurgie, Kardiologie und Orthopädie und setzt sich verstärkt für die Einbindung digitaler Versorgungslösungen im Sinne der Patient:innen ein. Seit Mai 2020 kommt alley zur Behandlung von Menschen mit Hüft- und Kniearthrose im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn zum Einsatz. Damit gehört es nicht nur im Bonner Raum, sondern auch bundesweit zu den ersten Anwendern von alley und hat die Anwendung in ihrer Entwicklung maßgeblich geprägt. Dazu zählt die Einbindung in die Versorgungsprozesse der Patient:innen im Bereich der Endoprothetik, sowie die inhaltlich-wissenschaftliche Beratung durch Herrn Dr. Haas mit praxisnaher Qualitätssicherung der Inhalte der alley App für Patient:innen. Dr. med. Holger Haas, Chefarzt Allgemeine Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin, erklärt:

„Als Klinik ist uns daran gelegen, Patientinnen und Patienten auch dann aktiv zu begleiten, wenn sie längere Zeit auf ihren OP-Termin warten müssen. Mit alley ist genau das möglich. App und Care Management helfen uns, die individuelle Situation unserer Patientinnen und Patienten besser zu verstehen und darauf einzugehen. Gerade mit zeitlichem Abstand von der Erstuntersuchung tauchen zudem oft Fragen auf, die dann durch die App oder im direkten Kontakt beantwortet werden können.”

Im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn kam alley bereits im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 zum Einsatz.

„alley hat in dieser kritischen Lage der Klinik geholfen, unsere Patientinnen und Patienten effektiv auf ihre Behandlung vorzubereiten und die anstrengende Phase des Wartens zu überbrücken“, betont Dr. Haas.

Innerhalb der ersten Monate der Zusammenarbeit nutzten bereits etwa 100 Patient:innen alley als Begleitung und zur Vorbereitung auf ihre OP. Die Corona-Krise gab dem Angebot zusätzlichen Schub, da aufgrund der unsicheren Pandemie-Lage viele terminierte OPs verschoben werden mussten und niemand sicher sagen konnte, wann es wieder Eingriffe geben würde. Die Planungsunsicherheit war sowohl auf Seiten der Ärzt:innen als auch der Patient:innen groß. Gleichzeitig stieg die Bereitschaft, digitale Lösungen zu nutzen und in den Alltag zu integrieren. alley konnte als innovative Versorgungslösung wichtige Brücken bilden: Über das Dashboard hatten die Ärzt:innen die Möglichkeit, anhand der Schmerzprotokolle ihrer Patient:innen Dringlichkeiten festzulegen und die Medikation aus der Ferne im Blick zu behalten. Die Patient:innen wurden über das alley Care Management regelmäßig kontaktiert, in das Terminmanagement des Krankenhauses eingebunden, erhielten auf sie zugeschnittene Übungen zum Aufbau und Erhalt der Grundmobilität. Sie konnten sich umfassend mit ihren individuellen Leistungserwartungen in die Behandlungsplanung einbringen. Beide Seiten blieben fachlich und persönlich in Kontakt. Diese Erfahrungen konnten im pandemiegeprägten Jahresverlauf fortgesetzt werden.

„Das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn und insbesondere Herr Dr. Holger Haas haben die Entwicklung von alley von Anfang an mit Passion und Expertise begleitet. Nur durch diesen Beitrag innovationsfreudiger Praktiker mit einem starken Qualitätsbewusstsein konnte alley zu einer von beiden Seiten akzeptierten Brückenbauerin zwischen Ärzt:innen und Patient:innen werden”, so Manuel Mandler, CEO von alley. „Wir freuen uns, alley im Klinikalltag zu verankern und gemeinsam weiterzuentwickeln.”

Nach der erfolgreichen Pilotphase soll alley dauerhaft Teil des Klinikalltags in der Orthopädie des Gemeinschaftskrankenhauses Bonn werden. Über das alley Dashboard können Ärzt:innen die gebündelten Gesundheitsinformationen ihrer Patient:innen einsehen und in eine ganzheitliche und individuelle Therapieplanung einbinden. Im nächsten Schritt steht die Zusammenarbeit mit den ambulanten Zuweisern und im Bereich Rehabilitation auf dem Programm.

Der Kooperationserfolg im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn ist ein Beispiel für den hohen Nutzwert, den alley Patient:innen sowie Ärzt:innen  bietet. alley ist bundesweit in 14 Kliniken (Stand: Septamber 2021) im Einsatz.